Freitag, 7. November 2014

The future of exhibition business - Eine Startbemerkung und erster Rückblick

(Fach)-Messen, Ausstellungen und/oder wie in neudeutsch Exhibitions sind ein doch schon altes und gefestigtes Geschäftsmodell. Biete dem Markt (da meinen wir den ursprünglichen Waren- und Dienstleistungsmarkt wie es ihn schon vor Hunderten von Jahren gegeben hat) eine Plattform, wo Verkäufer interessierten "Käufern" Waren oder Dienstleistungen darbieten und verkaufen können. Die Idee hinter dieser Plattform war damals wie auch heute (wobei man für heute die Sache überdenken muss, aber dazu mehr in folgenden Blogberichten) auf einem begrenzten Platz mit einer begrenzten Zeitspanne möglichst viel Angebot und Nachfrage zu bündeln. Damals hatten die Konsumenten sehr begrenzte Möglichkeiten der Waren- und Dienstleistungssichtung aufgrund von hohen zeitlichen und finanziellen Aufwendungen um zu Produzenten zu gelangen.
Mittelalterlicher Marktplatz

Wie im Bild oberhalb zu sehen ist, besteht hier ein reges Treiben. Die Besucher kamen auch von den umliegenden Dörfern um sich die Waren, die teilweise eine lange Reise hinter sich hatten, zu bestaunen und wenn es die finanzielle Lage zugelassen hatte, auch zu kaufen. Es ging auch damals um das Darstellen von Neuheiten und Innovationen gepaart mit der Bereitstellung von Waren und Dienstleistungen des tätlichen Bedarfs.

So weit, so gut, so die Vergangenheit - im Laufe der Zeit haben sich die Möglichkeiten der Konsumenten und interessierten "Marktbesucher", aber auch der Verkäufer und Berater geändert.

Wie sieht das heute mit dem "Marktplatz" aus? Haben es Konsumenten noch notwendig, auf einen zeitlich und örtlich beschränkten "Gabentisch" zu pilgern? Egal wie groß der Plätze oder Hallen auch sind, auf und in denen Waren angeboten werden - es wird subjektiv niemals genug Auswahl sein - zu umfangreich scheint der digitale Raum zu sein, der grenzenlose Vielfalt (oft auch nur scheinbar) verspricht. Da haben Messen und/oder Ausstellungen einen vermeintlichen Nachteil - wie man glauben möchte - aber stimmt das wirklich?

Reges Messetreiben - Angebot & Nachfrage

Wie sieht das ganze im geschäftlichen Umfeld aus? Auch da gibt es eine sehr lange Tradition von analogen Fachmessen und Ausstellungen. Lieferanten zeigen ihre neuen Güter und die besuchenden Unternehmen können sich einen Überblick zu einem bestimmten Thema verschaffen. Es wurden auch immer wieder Fachmessebesucher beobachtet, die auf der Suche nach einer konkreten Lösung für ihre Probleme waren.

Eine provokante Frage: Kann sich ein Unternehmen in einer digitalen Welt noch den Luxus leisten, bis zu einer Fachmesse (egal wo und wie umfangreich und vollständig im Angebot sie auch sein möge) zu WARTEN??

Die Geschwindigkeit leitet Unternehmen an - um im internationalen und/oder globalen Umfeld zu bestehen.
INNOVATION ist bzw. WAR der Schlüssel zur unternehmerischen Glückseligkeit (die in Wachstum, egal ob Umsatz oder Gewinn) - warum WAR??



Weil man die Innovation um den Faktor GESCHWINDIGKEIT erweitern muss - nur innovativ zu sein, ist in der Gegenwart (und in der Zukunft erst recht)zu wenig.

Die Formel lautet:

Innovation / Zeit = Marktvorteil

Und hier entsteht die Schwierigkeit für das Thema Fachmesse oder Fachausstellung. Als Aussteller können noch so viele innovative Exponate ausgestellt werden, der Messestand noch so anspruchsvoll gestaltet sein und das Messestandpersonal noch so gut geschult und motiviert sein - Wenn die Mitbewerber schneller mit den Neuigkeiten im Markt waren, ist diese Runde verloren!

Gerade Fachmessen stehen dadurch vor einem gravierenden Wandel!

Was muss getan werden, um diesen "Marktplatz" seine Berechtigung im Business abzusichern? Was müssen Unternehmen machen, die diese Plattform nutzen stiftend einsetzen möchten und welche Aufgaben werden Veranstaltern abverlangt werden?

Fragen über Fragen - mögliche Antworten sollen innerhalb dieses Blogs herausgearbeitet werden. Über Inputs, Kritik und Wissensaustausch freuen wir uns natürlich. Den nur über die Zusammenführung von Wissen und Erfahrungen, kann es einen Fortschritt geben.

Bis demnächst,
Team Future of Exhibitions

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