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Montag, 2. März 2015

1 + 1 = 3 - Event Marketing und Social Media in perfekter Kombination

Events (und Messen) gibt es schon sehr lange. Der Vorteil war und ist die Kommunikationsmöglichkeiten von Mensch zu Mensch über alle Sinne!
Wenn man so will "Social Media" in Real Time and Place.

Seit einigen Jahren wird unter "Social Media" jedoch etwas anderes verstanden - Social Media meint die Interaktion von Menschen innerhalb der elektronischen Medien. Plattformen, wie Facebook, Google+, Pinterest aber auch Foren sind heute jedem Kind ein Begriff. Nachrichtenportale, wie Twitter oder auch YouTube (Videonachrichten) unterstützen den Informationsfluss von "Many2many".

Der Unterschied zwischen den "sozialen Medien" Events und Messen und Digital Social Media liegt demnach nur in der Ausgestaltung der relevanten Kanäle. Kommuniziert wird in beiden Welten.

Der moderne Mensch fühlt sich anscheinend zur digitalen Welt - die eine gewisse Anonymität gewährleistet hingezogen. Vielen fällt das Schreiben schon leichter als das Sprechen.
In den Büros zeigt das der tägliche Workflow - die Hauptzeit der Arbeit wird zum Schreiben von E-Mails, Postings usw. verwendet. Das Telefongespräch, oder gar eine persönliche Unterhaltung wird immer weniger im Arbeitsablauf wahrgenommen.

Digital Social Media/Networks lassen sich sowohl privat als auch beruflich nicht mehr wegdenken. Es stellt sich natürlich gleich die Sinnfrage von Live-Communication.

  • Braucht der Markt noch direkten Offline-Kontakt von Angebot und Nachfrage? 
  • Können die Werte und Ziele von Unternehmen nicht auch Online an den potenziellen Kunden transportiert werden?

Demnach ist es für die Event-/Messebranche überaus wichtig, das Wesen und die Bedürfnisse der Kunden 2.0 zu verstehen. Ohne Social Media geht es nicht mehr - warum dann nicht die Plattformen

Live-Communication und Digital Social Media zusammenführen und die Stärken bündeln!

Im Jänner 2014 gab es dazu einen Trendtalk von der Kommunikationsagentur BEEFTEA Group in Dortmund - "Creating Digital Ideas" war der Titel:

Soziale Netzwerke entscheiden jetzt und in Zukunft über den Erfolg von Marken und Unternehmen. Das war die Quintessenz des Workshops „MEET THE BEEF – Trend Talk 2014“ am 22. Januar in Dortmund, der diesmal unter dem Motto „Creating Digital Ideas“ stand. Rund 70 Eventmanager hatten an der Veranstaltung teilgenommen, zu der die Event- und Kommunikationsagentur BEEFTEA Group (Berlin/Hamburg) im Rahmen der „Best of Events International 2014“ eingeladen hatte.

„Wer auf die Medienrelevanz der 1980er fokussiert, verliert den Anschluss“, prognostizierte Tua Slöör (Google). Die Reichweite der klassischen Medien (Print, Radio, TV) nehme seit Jahren kontinuierlich ab, da die Zielgruppen immer häufiger in sozialen Netzwerken agieren. Zur Vermeidung von Streuverlusten sei der Einsatz neuer Techniken folglich unerlässlich.

Die Social Crowd liebt es nun mal, Bewertungen abzugeben, bekräftigte Christoph Keese (Axel Springer SE). Recommendation, Review und Rating stünden hoch im Kurs. Als Plattformen für massenhaften und unmittelbaren Response gebe es aber nicht nur die großen Player wie Facebook, Twitter & Co. „Auch Nischen-Netzwerke generieren zielgruppenrelevante Meinungen“, erklärte er und regte an, aktiv nach kleinen IT-Schmieden Ausschau zu halten.

Da die Verflechtung von Online- und Offline-Geschäft zunimmt, müssen virtuelle und reale Welt im Kommunikationsprozess intelligent verknüpft werden, fuhr er fort. Aber: „Je virtueller die Welt, desto wichtiger die physische Nähe – das ist eine gute Botschaft für die Eventbranche.“

Der Erfolg eines Events hängt laut Monty Metzger (Ahead of Time GmbH) davon ab, wie gut es gelingt, das Publikum einzubinden. Social Media Tools leisten hier wertvolle Hilfe – seien es Apps zur Teilnehmer-Generierung, zum Check-in und Ticketing oder zum Live-Response und zum Kontaktieren der Teilnehmer vor Ort. „Shareability wird zum Fundament des Events“, konstatierte er.

Denn „wichtiger als das Programm ist, wen man trifft und dass man ihn trifft“, unterstrich Myriam van Alphen-Schrade (Xing) Metzgers These. Die Relevanz der Inhalte sei zwar wichtig, die Teilnehmer dürften aber nicht mit Informationen überschüttet werden. Sie bräuchten genügend Zeit und Gelegenheit, ihre sozialen Kontakte rund um das Event zu pflegen. „Teilen und inspirieren heißt die Kreativitätsformel der Zukunft“, bekräftigte Diana Heinrichs (Microsoft Deutschland GmbH).

Das setzt grundsätzlich voraus, dass die Eventbranche ihre Onlline-Konzeptionen stärker auf die mobile Nutzung des Internets fokussiert. „Allein mit der Steigerung der Fan-Zahlen auf den Social Media-Kanälen darf man sich allerdings nicht mehr zufrieden geben“, mahnte Andreas Grunszky (Inhaber BEEFTEA group). Letztlich gehe es darum, das reine Datensammlungs-Marketing im Interesse des Kunden in intelligentes Vertriebsmarketing umzuwandeln.

Andre Jontza, (Marketing Officer at HHL Leipzig Graduate School of Management) hat zu dem Thema eine sehr gelunge Präsentation mit 68 Slides zusammengestellt:



Andre Jontza zeigt die Vorteile von beiden Welten sehr gut auf. Fragen wie:

  • Wie lässt sich Eventmarketing und Social Media verbinden?
  • Wie lässt sich Social Media im Vorfeld, während und nach einer Veranstaltung nutzen?
  • Welche Vorteile ergeben sich durch die Verbindung der beiden Elemente?
Alleine in der strategischen und operativen Planung lässt sich Social Media sehr gut integrieren. Zielgruppenanalysen, Zielsetzungen der Veranstaltung oder die Auswahl der Eventinhalte sind nur einige der Möglichkeiten. 
Vor dem Event können sämtliche digitalen Medien zur Bewerbung und Einbindung von Interessenten genutzt werden -> Stichwort Content! Während dem Event sind Live-Schaltungen und Statusmeldungen für Besucher und Interessierte, die nicht am Event teilnehmen können von großem Nutzen. Nach der Veranstaltung kann durch die sozialen Medien ein Soll/Ist Vergleich vorgenommen und das Event entsprechend in seiner Wirkung zeitlich verlängert werden.

Abschließend bleibt nur anzuraten, die Vorteile von Social Media (zeitliche und örtliche Unabhängigkeit sowie Interaktivität) für das Gelingen von Events und/oder Messen zu nutzen und hier auch ein bisschen Mut zu beweisen und Dinge einfach mal auszuprobieren.

Der Spruch "Das haben wir immer so gemacht, das Neue bringt nichts!" sind eine gefährliche Grundhaltung die für jede Branche schlecht ausgehen kann. Auch die Veranstalter von Events und Messen müssen auf den Zug aufspringen und die, die als erste den Dreh heraus haben, werden obenauf schwimmen!

Fakt ist, das die Event- und Messebranche in ihrem Wesen gleich bleibt, aber die Ausformung einem starken Wandel unterzogen wird! 

Social Media ist nicht der Feind sondern eine Chance!